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Gut zu wissen!

Hier erfahrt ihr, was ihr über die ERDBEBEN in unserer Region wissen müsst!


01.06.2014
In Selb und in der Umgebung hat dieses und vergangenes Wochenende jeweils stärker die Erde gebebt als sonst. Besonders betroffen ist dabei unser Fichtelgebirge, Böhmen und das Vogtland.
Tschechische Seismologen (Erdbebenforscher) meinten, dass das Erdbeben gestern zu den stärksten Erdbeben der letzten 100 Jahre zählt hier bei uns - sogar in Nürnberg haben die Menschen es noch gespürt.

Vielitz, 31.05.2014 Quelle: http://www.erdbeben-in-bayern.de/daten-live/seismogramme/

Deshalb fragen wir uns nun: Was sind Erdbeben überhaupt? Warum gibt es sie und woher kommen sie? Wird es bei uns wieder Erdbeben geben? Müssen wir Angst davor haben?

Hier in unserer Region - auf deutscher und auf tschechischer Seite - sind Erdbeben nicht selten. Es gibt immer wieder leichte Erschütterungen der Erdoberfläche, die wir aber meistens nicht merken.
Manchmal entstehen aber auch diese starken Beben, wenn sich tief unter der Erdoberfläche Spannungen nach außen hin ausbreiten und sich so, meist in Schwarmbeben (viele Erdbeben), entladen.
Diese Spannungen können verschiedenen Ursachen haben: Die Verschiebung der kontinentalen Erdplatten tief in der Erde, auf denen unsere Kontinente (Landmassen wie Europa oder Amerika) aufgesetzt sind.
Oder der Aufstieg von Gasen in der Erdkruste, der bei uns möglich ist durch die besondere Erdstruktur in der Region um den ehemaligen Vulkan Wartberg.

Unsere Erde ist in ihrem Inneren ständig in Bewegung, alles verändert sich fortlaufen, weil der Erdkern aus heißer, flüssiger erde besteht. Dabei entstehen Bewegung und Gase - wie bei einem Topf kochendem Wasser auf dem Herd. Da die ja irgendwie entweichen müssen, kann man auf unserer erde immer wieder Erdbeben und Vulkanausbrüche erleben.

Quelle: http://www.leifiphysik.de, Mechanische Wellen, Erdbeben

Wenn es hier zu einem Erdbeben kommt, merkt ihr das zuerst an dem lauten Grollen. Das klingt fast wie ein Donnern oder als wenn ein sehr großer Lastwagen durch euren Garten fahren würde.
Auch Tiere spüren das Erdbeben schon bevor es da ist, weil sie viel feinfühliger sind als wir Menschen, und wollen ins Freie.

Besonders im Haus könnt ihr es merken, weil dann zum Beispiel die Gläser im Schrank klirren oder Bilder an der Wand wackeln können. Draußen merkt ihr es nicht so, weil die Beben bei uns nicht so extrem sind wie in vielen anderen Ländern der Erde. Deshalb müssen wir hier normalerweise keine Angst davor haben.

In anderen Ländern wie der Türkei oder Kalifornien in den USA, wo die Erde unter der Oberfläche noch mehr arbeitet als bei uns, fallen die Erdbeben auch stärker aus. Da dort die Häuser oft auch nicht so stabil gebaut sind wie bei uns, stürzen häufig viele der Häuse ein uns viele Menschen kommen zu Schaden.

Erdbeben bei Bologna (Italien), Mai 2012. Quelle: TU Berlin

Aus diesem Grund wird die Erdbewegung mit Hilfe sogenannter Seismogramme überwacht. Die Geräte (Seismographen) messen die Bewegung der Erde, die Heftigkeit dieser Bewegungen und den Zeitpunkt. Damit können die Forscher besser mit schlimmen Ereignissen rechnen und Schäden verhindern. Das oberste Ziel der Forscher: Man hofft, in der Zukunft Erdbeben sogar vorhersagen zu können!

Seismograph erstellt Seismogramm, Quelle: http://www.leifiphysik.de, Mechanische Wellen, Erdbeben

Unter dem Link "Seismogramm" unten, könnt ihr auf einer Seiter der Universität LMU in München die Erdschwingungen mit verfolgen.
Das Seismogramm lest ihr so: Jeder Querstrich steht für einen Zeitraum innerhalb einer Stunde.
Auf der linken Seite werden von oben nach unten die Stunden angegeben.
Nach rechts wird die Dauer eines Erdbebens in Minuten angezeigt.
Die Stärke eines Erdbebens erkennt ihr also an der Höhe und der Breite einer Spitze, die sich auf einer dieser bunten Linien bildet. Je länger die Spitze ist, umso heftiger ist das Beben. Je breiter die Spitze ist, umso länger dauert es!

Wichtig zu wissen ist noch, dass ihr oben links den Seismometer auf "VIEL" für Vielitz einstellt, um unsere Region zu bekommen. Wichtig ist auch, dass ihr auf die angegebene Zeit immer 2 Stunden auf aufrechnen müsst: Wenn ein Erdbeben bei 08:00 Uhr angegeben ist, rechnet ihr mit +02:00 um - das Erdbeben war also um 10:00Uhr unserer Zeit.

Seismogramm Vielitz, Quelle: http://www.erdbeben-in-bayern.de/daten-live/seismogramme/

Mehr Informationen findet ihr auf der Website des Geopark Bayern

und in aktuellen Zeitungsberichten:

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